Was bleibt?



Um falschen Erwartungen zuvorzukommen, ein paar Anmerkungen.

Wenn mich jemand fragt, was ich anzubieten habe, kann ich eigentlich nur sagen : Nichts. Wenn mich jemand nach der wissenschaftlichen Fundierung meiner „Arbeit“ fragt, muss ich passen. Wenn jemand irgendeine Erfolgs- oder Heilungsgarantie haben möchte, muss ich schon wieder passen. So gesehen, darf ich mich nicht darüber beschweren, wenn mich jemand einen Nichtsnutz nennt

Für mich ist jeder meiner sog. Klienten schon heil, wenn er zu mir kommt. Ich sehe, wie vollkommen er ist, und habe nicht das Bedürfnis, ihn verändern oder „verbessern“ zu wollen. Alles, was ich tun kann, ist, ihm dabei zu helfen, das auch sehen zu können.

Solange er das noch nicht sehen kann, können einige Techniken hilfreich sein: Primärtherapie, Klärungsgespräche, Focusing, Reiki, … aber letztlich sind alle Techniken ohne wirkliche Bedeutung und es wäre sicherlich gut, keine „Religion“ aus ihnen zu machen und sie schon gar nicht zu benützen, um irgendetwas an „sich selbst“ verbessern zu wollen. Das wäre, wie wenn man sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen wollte: einfach nur frustrierend und zum Scheitern verurteilt. Wie hat jemand mal so schön gesagt: „Feiere deine Neurose!“ Wenn überhaupt können Techniken auf ganz spielerische Weise eingesetzt werden, um ein bisschen mehr Bewusstheit ins eigene Leben zu bringen.

Was geschieht dann eigentlich? Ich weiß es nicht. Ich kann nur jemandem da begegnen, wo er ist. Und wo ich gerade bin. Von Augenblick zu Augenblick. Und dann geschehen die Dinge, die geschehen sollen, und wir lassen die Dinge geschehen oder wir verweigern uns ihnen. Und das eine wie das andere ist, wie es ist, und ist gut, wie es ist. Und vielleicht gelingt es uns, einfach bewusst zu bleiben in der Betrachtung des Geschehens. Vielleicht geschieht auf diese Weise Heilung. Heilung im Erkennen dessen, was schon immer heil war.

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